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Cloud Computing - Daten online Speichern (Teil 2: BI und Cloud - passt das zusammen?)




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BI – Wissen als Wettbewerbsvorteil

Business Intelligence (Geschäftsdatenanalysen) ist seit einigen Jahren ein fester Bestandteil der Unternehmensteuerung. Das Ziel von BI ist es, aus den vorhandenen Informationen neues Wissen zu generieren. Dieses neue Wissen kann strategische Entscheidungen im Unternehmen ermöglichen, die Wettbewerbsvorteile bedeuten. Auch mittlere und kleine Unternehmen haben dies inzwischen erkannt, doch BI-Systeme zum Sammeln, Aufbereiten und Analysieren von Daten sind häufig umfangreich und benötigen bei der Installation und im Betrieb spezifisches IT-Know-how.

Hier können BI-Cloud-Lösungen Abhilfe schaffen, denn trotz mancher Nachteile werden Cloud-basierte Lösungen in den letzten Jahren immer mehr genutzt. Dadurch sind auch zahlreiche BI-Lösungen entstanden, die speziell für Einsteiger und KMUs konzipiert worden sind.

Was spricht für BI in der Cloud?

Neben den bereits beschriebenen Vorteilen des Cloud Computing gibt es noch einen weiteren Aspekt, der für solche Lösungen spricht:

Flexibilität und Unabhängigkeit von der eigenen IT-Abteilung.
Fachanwender wollen immer öfter ihre Daten flexibel, eigenständig und unabhängig von der IT-Abteilung auswerten, da sie immer mehr Informationen in immer kürzerer Zeit verarbeiten und analysieren müssen. Deshalb brauchen sie Zugriff auf alle wichtigen Unternehmensinformationen und eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche.

Für dieses sog. Self-Service BI ist in den letzten Jahren die technologische Voraussetzung geschaffen worden. Der Trend zur einfachen Nutzung von BI wird durch das Cloud Computing noch unterstützt. Die Cloud nimmt dem Nutzer die komplexen Installationsroutinen und Administrationsaufgaben ab und bietet einfache, leicht zu benutzende BI-Lösungen.

Was spricht dagegen?

Bedenken beim Datenschutz: Der Datenschutz ist natürlich ein wichtiges Thema, denn Unternehmen sind sehr zurückhaltend, wenn sensible Kunden- oder Finanzdaten ins Internet verlagert werden sollen.

Langsame Internetverbindungen: Bei BI werden normalerweise große Datenmengen von den Unternehmen in die Cloud übertragen. Bei schwachen Internetverbindungen kann dies eine große Hürde für die Unternehmen darstellen.

BI in der Cloud – welche Lösungen gibt es?

Alle etablierten BI-Anbieter wie beispielsweise SAP, Microsoft, Oracle oder IBM bieten BI-Cloud- Lösungen an.  So brachte Microsoft Ende Juli 2015 eine neue Version des Power-BI-Tools auf den Markt. Unter dem Microsoft-Produkt Office 365 wird eine Vielzahl von BI-Tools zusammengefasst, die als Cloud-Service zur Verfügung stehen. Aber auch kleinere BI-Lösungen werden in der Cloud angeboten. Eine aktuelle Marktübersicht findet sich beispielsweise im Internet unter folgendem Link:

http://www.toolsmag.de/moderne-cloud-bi-loesungen-fuer-fachabteilungen-542

Fazit

Cloud Computing ist ein vielschichtiges Thema, das sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat. Nachfolgend sehen Sie einige wichtige Punkte, die Sie bei der Auswahl eines geeigneten Cloud-Anbieters beachten sollten. Im Zweifelsfall kann es sinnvoll sein, externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Erfahrene Dienstleister können wertvolle Hilfe leisten.

Unternehmen sollten zunächst für sich klären, welche Anforderungen sie generell an eine Software haben, und ob diese Anforderungen von einem Cloud-Anbieter erfüllt werden können. Eine Entscheidung sollte immer sorgfältig und unter Berücksichtigung aller Vor- und Nachteile getroffen werden.

• Welche Sicherheitsmaßnahmen hat der Cloud-Anbieter umgesetzt (z.B. Verschlüsselung)?

• Wo ist der Sitz bzw. der Gerichtsstand des Cloud-Anbieters, und wo stehen die Server, auf denen Ihre Daten gespeichert werden (in der EU oder USA)?

• Supportlevel

• Verwendung von transparenten Preis- und Abrechnungsmodellen

• Integrationsfähigkeit der Cloud in eigene Lösungen

• Kombinationsmöglichkeit von Cloud-Lösungen verschiedener Anbieter (durch Verwendung von IT-Standards.

• Welche Daten und Prozesse sind weniger geschäftskritisch und können in der Cloud benutzt werden?

• Ist die Internetbandbreite ausreichend?

• Ist für mobile Endgeräte der Zugang zum eigenen WLAN oder öffentlichen Mobilfunknetzen gewährleistet?

Es gibt natürlich noch viele weitere wichtige Punkte, abhängig von Ihren individuellen Anforderungen. Allerdings bedeutet gerade für kleine und mittlere Unternehmen das Cloud Computing einigen Nutzen. So hat beispielsweise ein Unternehmen die Möglichkeit, Software zu nutzen, die es selbst kaum implementieren, betreiben oder bezahlen könnte. Dies kann z. B. eine teure branchenspezifische Software oder ein BI-System sein, durch das ein Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil erlangen und sich so langfristig seinen Erfolg sichern kann.

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